Fortis Stratoliner S-41 im Stratosphärentest

Fortis Stratoliner S-41

Die neue Fortis Stratoliner S-41 wurde von der Swedish Space Corporation in der Stratosphäre getestet. Ziel war es, das Werk extremen Bedingungen auszusetzen.

Die Fortis Stratoliner S-41 basiert auf der Idee, eine Uhr für hohe Atmosphärenschichten zu entwickeln, in denen Temperatur, Vibrationen und Druck die Mechanik beeinflussen. Die Serie richtet sich an Enthusiasten, die sich für Raumfahrt und technische Tests interessieren.

Die Uhr misst 41 Millimeter und besitzt ein weißes Stardust-Zifferblatt mit blauen Superluminova-Markierungen, die von Reisen in die Stratosphäre inspiriert sind. Das Layout wird durch ein blockförmiges Stahlband ergänzt, das dem Modell einen robusteren Charakter verleiht. Die blauen Markierungen heben sich klar vom hellen Hintergrund ab und unterstützen die Ablesbarkeit bei wenig Licht.

Fortis verwendet in der Serie das hauseigene Werk 17. Das Werk bietet eine Gangreserve von 60 Stunden und basiert auf einem Chronographen mit Säulenrad. Es wird von Uhrmachern in Grenchen auf Chronometerniveau reguliert, basierend auf den Leistungsanforderungen von Fortis.

Fortis erklärt, dass Werk 17 in Zusammenarbeit mit der Swedish Space Corporation getestet wurde. Die Tests fanden mit Werken statt, die an einer Gondel befestigt waren, die von einem stratosphärischen Ballon getragen wurde. Ziel war es zu untersuchen, wie mechanische Komponenten auf kosmische Bedingungen reagieren.

Fortis Stratoliner S-41
Credit: Fortis

Fortis Stratoliner S-41 und Raumfahrtmissionen

Der Ballon startete vom Esrange Space Center und landete nach etwa eineinhalb Stunden in der Stratosphäre in den Wäldern Finnlands. Die Daten zeigten, dass das Werk trotz niedrigen Drucks und niedriger Temperaturen stabil funktionierte. Die Ergebnisse flossen später in die Raketentests von Fortis im Jahr 2022 ein, bei denen Uhren Vibrationen und Beschleunigungen eines suborbitalen Raketenstarts ausgesetzt wurden.

Fortis beschreibt die Stratoliner S-41 als Werkzeug für Reisende, Forscher und Enthusiasten, die die Entwicklung des kommerziellen Weltraumtourismus verfolgen. Das Modell stellt einen Schritt in Richtung Instrumente dar, die für extreme Umgebungen und große Höhen entwickelt werden.

Werk 17 und die technische Ausrichtung von Fortis

Fortis arbeitet weiter an der Verfeinerung des Werk 17 durch Testprogramme, die sowohl Vibrationstests als auch thermische Zyklen umfassen. Das Werk ist darauf ausgelegt, unter wechselnden Belastungen stabil zu bleiben, und die Säulenradkonstruktion soll eine gleichmäßige Auslösung des Chronographen gewährleisten.

Das Interesse an weltrauminspirierten Uhren wächst, und die Stratoliner-Serie positioniert Fortis in einem Nischensegment, in dem mechanische Uhren auf Luft- und Raumfahrttechnologie treffen. Einige Hersteller kooperieren mit Raumfahrtorganisationen, aber Fortis gehört zu den wenigen, die echte Höhen- und Raketentests an Uhrwerken durchführen.