Glossar: Uhrenbegriffe verstehen

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Was ist eine Lünette? Was bedeutet GMT? Und worin liegt der Unterschied zwischen einer Automatikuhr und einer Quarzuhr? Hier eine einfache Einführung.

Die Uhrenwelt kann für Einsteiger kompliziert wirken, da sie voller Fachbegriffe steckt. Wer die wichtigsten Ausdrücke kennt, versteht Rezensionen, Verkaufsbeschreibungen und Gespräche unter Sammlern deutlich leichter.

Hier ein Glossar mit den zentralen Begriffen rund um Mechanik, Komplikationen und Design.

Zentrale Begriffe, die jeder kennen sollte

Automatik – eine mechanische Uhr, die sich durch die Bewegung des Handgelenks selbst aufzieht. Kein Batteriewechsel nötig.

Lünette (Bezel) – der Ring um das Uhrglas. Bei Taucheruhren oft drehbar, um Tauchzeiten zu messen; bei GMT-Uhren zur Anzeige einer zweiten Zeitzone.

Komplikation – jede Zusatzfunktion über Stunden und Minuten hinaus, z. B. Chronograph, Mondphase, Jahres- oder Ewiger Kalender, GMT.

COSC – Abkürzung für Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres. Schweizer Zertifizierung für Chronometerpräzision.

GMT – steht für Greenwich Mean Time. Eine GMT-Uhr besitzt einen zusätzlichen Zeiger zur Anzeige mehrerer Zeitzonen. Besonders beliebt bei Reisenden und Piloten.

Hörner (Lugs) – die Anstöße, die das Gehäuse mit Armband oder Metallband verbinden. Der Abstand bestimmt die Bandbreite.

Leuchtmasse (Lume) – lumineszierendes Material auf Zeigern und Indizes, das die Ablesbarkeit im Dunkeln ermöglicht. Heute meist Super-LumiNova, früher Tritium oder Radium.

Werk (Movement) – das mechanische Herz der Uhr. Erhältlich als Handaufzug, Automatik oder Quarz.

Quarz – Uhren, die von einer Batterie und einem schwingenden Quarzkristall angetrieben werden. Meist präziser als Mechanik, aber weniger prestigeträchtig.

Tourbillon – eine aufwendige Komplikation, bei der Unruh und Hemmung in einem drehbaren Käfig rotieren. Ursprünglich entwickelt, um den Einfluss der Schwerkraft auszugleichen.

Der schnelle Einstieg in die Uhrenwelt

Für Neueinsteiger und Neugierige bietet dieses Glossar einen schnellen Überblick über die Fachsprache der Uhrmacherei. Wer Begriffe wie Lünette, Komplikation oder Leuchtmasse versteht, wählt nicht nur leichter die passende Uhr, sondern weiß auch, wofür er bezahlt.

Auch auf dem Sekundärmarkt ist dieses Wissen wertvoll, da Auktionshäuser und Händler präzise Fachtermini verwenden. Ein Glossar wie dieses kann daher ein entscheidendes Werkzeug für Sammler sein.